Bild Prophetische Kirche

Sr. Ursula Kuhlmann (Münster)

 
Warum machen Sie mit beim Aufruf?

  • Weil das Motto des Aufrufs „Leben in Fülle für alle“ meinen Nerv trifft als Ordensfrau. „Leben in Fülle für alle“ ist die Vision, die Hoffnung unserer Ordensgemeinschaft, für die wir uns einsetzen;
  • um wach zu werden, wach zu bleiben und wach zu machen;
  • weil es ein Aufruf ist für gemeinsames Handeln.

 
Haben Sie schon damit gearbeitet oder welche Pläne haben Sie?

  • In unserer ordenseigenen Zeitschrift haben wir den Aufruf in verschiedenen Sprachen (deutsch, englisch, portugiesisch, indonesisch) veröffentlicht und kommentiert mit Anregungen zum Gespräch;
  • Im Ökonomat (= Verwaltung) unserer Ordensgemeinschaft haben wir gemeinsam Schritte zu einer Solidarischen Ökonomie geplant und versuchen sie umzusetzen.

  • Jedes Jahr führen wir ein 3-tägiges Treffen der so genannten „Deutschsprachigen Vorsehungsschwestern“ durch. Dort treffen sich Schwestern aus 7 verschiedenen Ordensgemeinschaften der Göttlichen Vorsehung aus Frankreich, der Schweiz, den Niederlanden und Deutschland. Im Jahr 2010 war das Thema: EINFACH leben – einfach LEBEN. Wir haben gemeinsam überlegt, wie wir zu einem einfacheren, solidarischen Lebensstil finden können, wir haben uns über Beispiele ausgetauscht und im gemeinsamen Beten und Feiern unsere Freude an der Schöpfung ausgedrückt.
    Beim diesjährigen Treffen im Juni werden wir das Thema weiterführen und u.a. das Faltblatt zum „Aufruf für eine prophetische Kirche“ besprechen.

 
Was hat sich dadurch geändert?

  • Bewusstsein: in mir persönlich und auch bei den Mitschwestern spüre ich ein wachsendes Bewusstsein für die Nöte unserer Welt und eine stärkere Motivation, global zu denken;
  • Lebensstil: bewussterer und sparsamerer Umgang mit den Ressourcen (Wasser, Strom, Benzin…), einfachere Mahlzeiten, weniger Fleisch…
  • Glauben: neue Begeisterung für Ökumene, Dialog; das Einbeziehen des ganzen Kosmos in das Gebet, in die Liturgie;

 
Träumen Sie mal – Idealfall prophetische Kirche: …

  • Jede/r darf so sein, wie sie/er ist.
  • Verschiedenheiten werden als Gaben/Charismen wertgeschätzt und stehen nicht in Konkurrenz.
  • Wir teilen, was wir sind und haben.
  • Wir hören gemeinsam auf den Geist Gottes; jede/r hat die gleiche Autorität.
  • Wir sind Salz der Erde und Licht der Welt.

 

Kehrt um!