Bild Prophetische Kirche

Vanessa Treike (Trier)

 
Warum machst Du mit beim Aufruf?

Ich halte es für wichtig, nicht nur zu jammern, sondern auch selbst tätig zu werden – nicht nur von einer besseren Welt zu träumen, sondern die Ärmel hoch zu krempeln und anzufangen, an eben dieser besseren Welt für alle zu bauen. Dabei ist es unmöglich, das alleine hin zu bekommen – deswegen finde ich es wundervoll zu sehen, dass sich Menschen um mich herum auch engagieren, Ideen werden ausgetauscht und zusammen wird viel mehr erreicht werden, als jeder Einzelkämpfer jemals tun könnte. Deswegen mache ich mit beim Aufruf, weil ich sehe, dass etwas getan werden muss und ich möchte das, was ich dazu beitragen kann, gerne einbringen.

 
Hast du schon damit gearbeitet oder welche
Pläne hast du?

Ich konnte Ende Januar in Frankfurt beim Ratschlag für eine prophetische Kirche mit dabei sein und viele inspirierende Menschen treffen und ihre Ideen für mögliche folgende Schritte hören. Da ich mich im Moment im Endspurt meines Studiums befinde, ist es schwierig an den Treffen, die dem Ratschlag folgten, teilzunehmen. Allerdings verfolge ich passiv alles per E-Mail mit und hoffe – wenn denn mal wieder mehr Zeit für meine Interessen neben dem Studium bleibt – zu einem späteren Zeitpunkt auch aktiv an der Arbeit des Initiativkreises und dem Aufruf teilnehmen zu können.

 
Was hat sich durch den Aufruf geändert?

Es ist nicht das große Ganze, was sich nach dem Aufruf verändert hat. Viele Sachen im Alltag bleiben auch jetzt so wie sie sind – aber dennoch gibt es kleine Schritte, kleine Veränderungen, die getan werden und in Gang kamen. Ich persönlich hatte mir vorgenommen, jeden Tag jemand anderem etwas Gutes zu tun und den Aufruf weiter zu tragen an Menschen in meinem Umfeld, die davon noch nichts wussten. Nicht jeden Tag gelingt mir das, aber ein bisschen bewusster zu leben und mir immer wieder der wichtigen Dinge und Werte im Leben bewusst zu sein, das hatte ich mir vorgenommen – und ich arbeite jeden Tag ein bisschen daran.

 
Träume mal – Idealfall prophetische Kirche: …

… dann kümmert sich jeder ein bisschen mehr um seinen Nächsten. Dann sind in den Köpfen der Menschen auch wieder das Bewusstsein und die Verantwortung für unsere Umwelt und die Natur gewachsen und wir ziehen an einem Strang, um eben diese zu schützen und nicht weiter zu zerstören. In dieser Vorstellung muss auch kein Mensch wegen Hunger sterben, gibt es keine Kinder, die mit Gewehren auf andere Menschen schießen müssen, weil das Gebot der Nächstenliebe in die Tat umgesetzt wird. Gerechtigkeit, gegenseitiger Respekt und Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Mitmenschen und der Umwelt prägen dieses Bild einer prophetischen Kirche, für die ich mich engagiere.

 

 

Kehrt um!