Bild Prophetische Kirche

Wie aus einer Handvoll über 1000 werden …

„Man müsste mal, man könnte mal“ – das war einer Handvoll Christen aus den missionarischen Initiativen der katholischen Kirche nicht genug. Eine Milliarde Menschen hungern, ein Klimakollaps droht, Finanzspekulationen bringen die Welt an den Rand des Abgrundes. Dazu kann man doch als Christ nicht schweigen und einfach so weiter machen. Sie formulierten einen Aufruf für eine prophetische Kirche: „Ein Leben in Fülle für alle“; erst einfach so, dann andere fragend, die sagten: Gut, das machen wir. In einem inneren Zirkel engagierter Katholiken aus ökumenischen Initiativen, aus Abteilungen „Weltkirche“ katholischer Bistümer, aus Ordensleuten entstand die Idee, wir geben der Idee Flügel. Der Deutsche Katholische Missionsrat, auf dessen Tagung die Idee entstand, war dabei, kirchliche Hilfswerke interessierten sich und auf einmal unterschrieben reihenweise auch Prominente - innerhalb weniger Monate; darunter einige Bischöfe, auch Prominente wie Norbert Blüm und Christa Nickels: Ja, wir wollen die sozialen und ökologischen Missstände in unserer Welt überwinden und gehen dafür eine Selbstverpflichtung ein.

So entstand innerhalb weniger Monate des Jahres 2010 eine neue Bewegung innerhalb der katholischen Kirche, aber ökumenisch offen, und unter Christen verschiedener Konfessionen, die den Aufruf zum Programm machte, aber mehr noch zum Aufbruch in eine bessere Welt.

„Wir erleben unsere Welt in immer krasserem Widerspruch zu der Botschaft des Evangeliums.

»Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.« (Joh 10,10)

Wir erleben die Zerstörung unseres Planeten, wir sehen das Elend von einer Milliarde hungernder Menschen, die Hoffnungslosigkeit einer Jugend ohne Zukunftsperspektive.

Dazu können wir als Christen und Christinnen und Kirchen nicht schweigen. Unsere Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel. Die Zeit ist reif für ein grundlegendes Umdenken.“

Das hatte Folgen. Im Dezember 2012 haben mehr als 1000 Einzelne und Gruppen den Aufruf unterzeichnet. Und es werden immer mehr. Dabei ist der Aufruf nicht mit einer Unterschrift getan. Wer unterschreibt, will sich einsetzen für Umdenken und kreative Veränderung im Privaten, im Kirchlichen, im Politischen, wo immer das möglich ist, allein oder gemeinsam.

Nach einem Jahr kamen etwa 100 Unterstützende zu einem Ratschlag zusammen. Der zweite Ratschlag wurde von 115 Menschen besucht. Mehr als 400 Menschen nahmen an den Aktivitäten des Initiativkreises des Aufrufs für eine Prophetische Kirche auf dem Katholikentag in Mannheim teil. Das Ergebnis: Wir stehen am Anfang, wollen weiter machen – die Früchte sollen nicht im Keim ersticken. Ein Netzwerk entsteht, das sich gleichzeitig ausbreitet und enger geknüpft wird.

Alle Menschen guten Willens wollen wir erreichen.
 

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